Welche Kinder werden auf einer Waldorfschule aufgenommen? Ist die Waldorfschule teuer?
Waldorfschulen stehen grundsätzlich allen Kindern offen - unabhängig von Religion, Hautfarbe, Geschlecht und Einkommen der Eltern. Nach ausführlichen Informations-Elternabenden findet für jedes Kind ein Aufnahmegespräch an der Schule statt. Auch in höhere Klassen können Schüler als Quereinsteiger aufgenommen werden.
Obwohl Waldorfschulen erwiesenermaßen besser wirtschaften als Regelschulen, sind sie auf Elternbeiträge angewiesen. Zwar ist im Grundgesetz das Recht auf freie Schulwahl verankert, aber die Zuschüsse der öffentlichen Hand an die Privatschulen sind wesentlich niedriger als die Mittel, die sie für Regelschulen aufwendet.
Im konkreten Fall der Michaeli Schule werden die individuellen Beiträge in einem vertraulichen Finanzgespräch mit Vertretern des Finanzkreises gemeinsam festgesetzt. Der Finanzkreis besteht aus Mitgliedern der Elternschaft. Die Lehrer werden über die Höhe der Elternbeiträge nicht informiert.
Der Elternbeitrag wird auf der Grundlage des zur Verfügung stehenden Netto-Einkommens (dazu gehören auch Sonderzahlungen wie z.B. Weihnachtsgeld sowie alle übrigen Einkünfte aus Mieten, Renten, Kapitalvermögen) wie folgt berechnet. 1 Kind: 7 %, 2 Kinder: 10,5 % und ab 3 Kindern: 12 %.
Für die den Regelsatz (= Schulbetriebskosten je Schüler) übersteigenden Zahlungen werden Spendenbescheinigungen ausgestellt.
