Zur Geschichte der langen Verhandlungen um den Schulneubau

Zwischen dem Beschluss des Rats der Stadt Köln, dass die Michaeli Schule auf einem Grundstück am Volksgarten eine neue Schule errichten kann und dem Abschluss eines entsprechenden Vertrages mit der Verwaltung der Stadt Köln liegen mehrere Jahre. In dieser Zeit waren viele verwaltungstechnische und politische Hürden zu nehmen. Über diese Zeit berichten wir auf dieser Seite.

Links: Weiterführende Informationen

Argumente für den Schulneubau

Pressespiegel

Interessantes Dokument: Übersicht über die Stellungnahmen der Kölner Parteien zu Fragen der Behindertenpolitik im Kommunal-Wahlkampf 2009. Zusammengestellt vom Büro der Behindertenbeauftragten im August 2009: Synopse_Behindertenpolitik.pdf

22.02.2011: Der Erbbaurechtsvertrag wurde vom OB nachgenehmigt

Nun ist es amtlich: der Oberbürgermeister Jürgen Roters hat den Erbbaurechtsvertrag am 22. Februar 2011 nachgenehmig.

20.01.2011: Der Erbbaurechtsvertrag ist unterschrieben!

Der Vorstand des Fördervereins der Michaeli Schule Köln (Integrative Waldorfpädagogik Köln e.V.) hat am 20.01.2011 den mit der Stadt Köln geschlossenen Erbbaurechtsvertrag unterschrieben.

Sobald der Oberbürgermeister der Stadt Köln gegengezeichnet hat (dieser rein formale Akt kann etwa 4-8 Wochen nach der Unterzeichnung durch den Erbbaurechtsnehmer erwartet werden), wird die Stadt Köln innerhalb einer 6-Monatsfrist das Gelände übergeben.

16.12.2010: Der Rat hat JA gesagt

Endlich – die jahrelangen Verhandlungen der Vertreter der Schule mit der Stadtverwaltung um einen Erbpachtvertrag haben nun ihren Abschluss gefunden!

Der jetzt formulierte und durch den Rat der Stadt Köln am 14. Dezember 2010 angenommene Erbpachtvertrag dient den Vertretern der Schule nun als Grundlage für die Finanzierungsgespräche mit Banken und Sponsoren.

Das Neubau-Vorhaben kann voranschreiten!

Juli 2010: Aus dem Koalitionsvertrag 2010-2015 zwischen der NRWSPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW

Ab Zeile 26
Nordrhein-Westfalen muss den Wandel gestalten

Das Wahlergebnis zeigt, dass die Wählerinnen und Wähler eine bessere Politik wollen und bereit sind für Veränderung. Wir wollen diesen erforderlichen Wandel gestalten und mit einer neuen Politik für Nordrhein-Westfalen beginnen. Dabei konzentrieren wir uns auf fünf zentrale Aufgaben:

1. Wir wollen unser Bildungssystem gerechter und leistungsfähiger gestalten. Das Ziel ist die Beste Bildung für alle. Gebührenfreie frühkindliche Bildung und Förderung auf hohem qualitativem Niveau, längeres gemeinsames Lernen in der Schule und ein beitragsfreies und qualitativ hochwertiges Studium sind der Schlüssel für wirtschaftliche Stärke und Zukunftsfähigkeit, für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit. Und sie sind die Voraussetzung dafür, dass sozialer Aufstieg für mehr Menschen in unserem Land möglich wird.

Ab Zeile 355
Wir werden [...] die im bestehenden Schulgesetz verankerte Möglichkeit, besondere Schulmodelle zu genehmigen, nutzen, um Gemeinschaftsschulkonzepte und innovative schulische Vorhaben, die das längere gemeinsame Lernen zum Ziel haben, ohne Verzögerung auf den Weg zu bringen; [...]

Ab Zeile 387
Wir schaffen Inklusion

Die UN-Konvention räumt Kindern mit Behinderungen das Recht auf inklusive Bildung ein. Diesem Recht wollen wir landesgesetzlich Rechnung tragen. In einem ersten Schritt wollen wir einen Inklusionsplan entwickeln, der den Eltern das Wahlrecht über den Förderort ihres Kindes ermöglicht und weitere Schritte und Maßnahmen beschreibt, die in den nächsten Jahren notwendig sind, um ein inklusives Bildungssystem zu schaffen. Dazu gehört auch, dass Schul-, Jugendhilfe- und Sozialplanung vor Ort gemeinsam mit dem Blick auf das Inklusionsziel zusammenarbeiten. Die Landschaftsverbände können und sollen ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen in diese Prozesse einbringen.

Ab Zeile 432
Die Grundschulen und die integrierten Gesamtschulen in NRW praktizieren seit Jahrzehnten erfolgreich gemeinsames Lernen. Wir werden die zahlreichen Initiativen zur Gründung von Gesamtschulen unterstützen und den in den letzten fünf Jahren neugegründeten Gesamtschulen den Ganztag und den Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen  schnellstmöglich genehmigen.

Ab Zeile 494
Schulen in privater Trägerschaft sind Bestandteil des öffentlich verantworteten Schulwesens. Sie können Impulsgeber für Schulentwicklung sein und müssen ihren Beitrag zu Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion leisten.

Ab Zeile 2992
Für die Umsetzung der UN-Konvention hat die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe eine zentrale Schlüsselfunktion. Bei der Ermittlung der individuellen Hilfebedarfe und den Fragen des personenzentrierten statt einrichtungsbezogenen Umbaus der Versorgungsstrukturen sollen die Landschaftsverbände gemeinsam mit dem Land einheitliche Vorgehensweisen entwickeln, die eine gemeinsam getragene zielgerichtete Politik zugunsten der verbesserten Inklusion behinderter Menschen sicherstellt.

Der Koalitionsvertrag kann hier als PDF heruntergeladen werden: http://www.gruene-nrw.de/koalitionsvertrag

2. Bauinfotag am 12. Juni 2010

Der Bauaktionskreis wird gegründet!

Auf dem 2. Bauinfotag haben wir sich einige Aktive zum Bauaktionskreis zusammengefunden. 

Die Aufgabenbereiche: nach außen: „ins Gespräch kommen – ins Gespräch bringen!“

  • Öffentlichkeitsarbeit in der unmittelbaren Nachbarschaft,
  • Spendenbereitschaft und Aufmerksamkeit wecken durch Informationsstände, Plakate, Streuung von Infomaterial, Mitmachaktionen, uvm.

nach innen: Motivieren und Akquirieren

  • innere Anteilnahme und Identifizierung schaffen,
  • Ideenpool und Netzwerk,
  • Bereitschaft wecken sich aktiv zu beteiligen.

1. Aktion direkt nach den Sommerferien: Großes Straßenfest am 4. und 5. September in Sülz:

Geplant ist:

  • Infostand vor dem Geschäft „Weinlese“, Berrenratherstr. 199. Dort soll intensiv für unsere Schule geworben und zum Michaeli-Fest eingeladen werden.
  • Infomaterial, Bleistifte und kleine give aways (gegen Spende oder Kauf) werden verteilt.
  • Seifenherstellung als Mitmachaktion für Kinder.
  • Kleine Zirkusvorführung durch Schüler (wäre großartig!).
  • Wer kann am Stand aushelfen (wir benötigen für das Wochenende 4 x 3 Helfer!) 

Gibt es Schüler, die eine kleine Darstellung machen wollen oder sich anders einbringen können? Bitte kontaktiert uns! Wir freuen uns über Unterstützung im Bauaktionskreis: bauaktionskreis@michaeli-schule-koeln.de

Singen für den Schulneubau am 20. Mai 2010

Die Schülerinnen und Schüler der Michaeli Schule, Freie Waldorfschule mit integrativem Unterricht in der Südstadt, singen am 20. Mai 2010 um 12 Uhr auf dem Wallrafplatz.

Seit dem Ratsbeschluss der Stadt Köln im Februar 2010 sind die Weichen gestellt, die Michaeli Schule wird das neue Schulgebäude auf einem zz. ungenutzten Gelände am Volksgarten errichten. Wie vom Rat der Stadt Köln gewünscht, soll zum Schuljahr 2012/2013 der Betrieb dort aufgenommen werden. Viele Anstrengungen seitens der Schulgemeinschaft sind jetzt nötig, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Die Kinder des Chors der Klassen 4 - 6 möchten ihren Teil dazu beitragen, die Finanzierung zu sichern, und führen daher am 20. Mai um 12 Uhr auf dem Wallrafplatz ein 20-minütiges musikalisches Programm auf. Damit wollen sie auf ihre Schule aufmerksam machen und um Unterstützung bitten.

4. Mai 2010: Mitgliederversammlung fasst Baubeschluss

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins der Michaeli Schule, Integrative Waldorfpädagogik Köln e.V., hatte am 4. Mai 2010 die Beratung und Beschlussfassung zum Neubau als zentrales Thema. Nachdem die Mitglieder ausführlich über Finanzen, Eigenmittel und architektonische Gestaltung des Neubaus informiert wurden, fiel die Entscheidung in geheimer Abstimmung. 

Der Baubeschluss wurde mit 89 Ja-Stimmen von insgesamt 92 abgegenen Stimmen gefasst. Somit ist der Vorstand der Integrative Waldorfpädagogik Köln e.V. berechtigt, alle notwendigen Verhandlungen zu führen und Entscheidungen auf der Basis der vom Baukreis erarbeiteten Empfehlungen zu treffen.

1. Bauinfotag am 24. April 2010

Am Samstag den 24. April trafen sich Eltern, Kinder, Lehrer und Freunde der Schule und Interessierte zunächst auf dem Schulhof der Michaeli Schule. Bei schönstem Wetter konnten sich alle auf dem Baugrundstück am Volksgarten vor Ort einen Eindruck von der exklusiven Lage und den Möglichkeiten für den Schulneubau verschaffen. Einige gewannen einen ersten Eindruck, andere viele neue Inspirationen für die Bau- und Gestaltungsmöglichkeiten unserer neuen Schule im Grünen. Der Ausblick auf den See und in den Park wäre für Schüler in der Großstadt von besonderem Wert.

Von der Begehung inspiriert umringten die Anwesenden das Schulmodell und die Pläne des Architekturbüros Lederer und Partner mit großem Interesse und kritischen Blicken in der Turnhalle. Die Eltern nutzten außerdem die Gelegenheit, sich über das Finanzierungskonzept zu informieren. Das Thema zum Abschluss des Tages war die Elternunterstützung durch Spenden, Darlehen und Arbeitsleistung.

Nächster wichtiger Termin ist die außerordentlichen Mitgliederversammlung am 04. Mai 2010. Dann gilt es, den Baubeschluss zu fassen.

3. Februar 2010: Jetzt geht es endlich weiter!

Der Rat der Stadt Köln hat in der Sitzung vom 2. Februar auf rot-grünen Antrag hin im nicht-öffentlichen Teil alle notwendigen Beschlüsse zu Gunsten der Michaeli Schule gefasst. Wir werden nun umgehend mit der Verwaltung Kontakt aufnehmen, um die Schlussverhandlungen aufzunehmen.

Die Beschlüsse im einzelnen:

Der Verwaltungsvorschlag zum Erbpachtvertrag soll wie folgt ergänzt werden:

  1. Die Verwaltung wird zunächst beauftragt, zu prüfen, ob der Träger der öffentlich geförderten Ersatzschule „Michaelischule“, der Verein „Integrative Waldorfpädagogik Köln e.V.“, das o. a. Grundstück zur Errichtung einer schulischen Einrichtung auf Basis des vom Gutachterausschuss festgestellten Grundstückspreises erwerben kann. Das Verhandlungsergebnis wird dem Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft mitgeteilt. Hierbei ist sicherzustellen, dass die Gesamtmaßnahme durch den Grundstücksverkauf nicht gefährdet wird.
  2. Zugleich wird dem Verein gemäß o. a. Verwaltungsvorlage eine Nutzung des Grundstücks auf Basis eines Erbbaurechtsvertrags zu einem jährlichen Erbbauzins von maximal 4 % angeboten.
  3. Das Grundstück ist im freigeräumten Zustand zu übergeben. Alternativ erfolgt ein Abzug der Kosten vom Grundstückspreis bzw. Erbbauzins.
  4. Zudem wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, inwieweit zukünftig Bedarf besteht, die neue schulische Einrichtung für externe Sport- bzw. Bildungsangebote nutzen zu können.

Begründung:
Dem Wunsch des Vereins auf Erwerb des Grundstücks auf Basis des vom Gutachterausschuss festgestellten Grundstückspreises soll durch die Prüfung Rechnung getragen werden. Das weitere Verfahren soll so zügig gestaltet werden dass der Schulbetrieb am neuen Standort mit Beginn des Schuljahres 2012/13 aufgenommen werden kann.

Wichtiger Termin: Die Ratssitzung vom 2. Februar 2010

Am 2. Februar tagt der Rat der Stadt Köln. Als Unterpunkt zu „Grundstücksangelegenheiten” ist unser Anliegen wie folgt gelistet:

Bestellung eines Erbbaurechtes für das städtische Grundstück Vorgebirgswall 4-8, Köln-Neustadt-Süd

Es wird erwartet, dass eine Vorgabe an die Verwaltung entsprechend der Aussage im Koalitionsvertrag von SPD und GRÜNEN formuliert wird.

Nach Rücksprache mit dem stellv. Vorsitzenden der Grünen Herrn Jörg Frank ist diese Vereinbarung zwischen SPD und GRÜNE wie folgt zu interpretieren:

Alternative I
Bisher haben wir mit der Gebäudewirtschaft nur über den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages verhandelt. Dabei wird auch künftig von einem Erbbauzins in Höhe von 4 % auszugehen sein, es wurden jedoch Lösungen angedacht, die über anderweitige Nutzungsverträge eine Nettobelastung für das Grundstück in Höhe von 2% möglich lassen werden. Beide Verträge würden mit der Stadt abgeschlossen, so dass gegenüber den finanzierenden Banken kein Zweifel über die dahingehend verminderte Belastung entstehen dürfte. In diesem Falle soll der Rat den Erbbaurechtsvertrag beschließen.

Alternative II
Kauf des Grundstücks auf Grundlage der vom Gutachterausschuss festgestellten Konditionen Dieser Auftrag wird an die Verwaltung per Antrag der Koalitionspartner erfolgen. Ein Erwerb des Grundstücks wäre die für uns wünschenswerteste Lösung. Erfreulicherweise ist diese Lösung jetzt auch erreichbar. Auch hier sind weitergehende Vereinbarungen erforderlich, die insbesondere die Baureifmachung betreffen. Das scheint aber lösbar, da hierzu im Gutachten konkrete Hinweise enthalten sind.

13.01.2010: Veröffentlichung der Koalitionsvereinbarung von SPD und Grüne Köln

Kölner SPD und Grüne Köln haben heute, 13.01.2010, in einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre Koalitionsvereinbarung 2009 bis 2014 vorgestellt. 

Darin heißt es wörtlich zur Michaeli Schule:

Michaelischule
Das städtische Grundstück Vorgebirgswall 4–8 in der Neustadt-Süd soll für die Errichtung eines Schulgebäudes dem Verein „Integrative Waldorfpädagogik“, der die öffentlich geförderte Ersatzschule „Michaelischule“ betreibt, auf Basis eines Erbbaurechtsvertrages langfristig zur Verfügung gestellt werden. Zugleich wird der Wunsch des Vereins auf Erwerb des Grundstücks auf Basis des vom Gutachterausschuss festgestellten Grundstückspreises kurzfristig geprüft. Ziel ist es, den Schulbetrieb am neuen Standort mit Beginn des Schuljahres 2012/13 aufnehmen zu können.

Der Aspekt des Erwerbs des Grundstücks ist relativ neu in der Debatte und wird von uns sehr positiv gesehen. Baukreis und Vorstand werden auf dieser Basis weitere Gespräche führen. Über Ergebnisse werden wir berichten.

 

Stadt Köln unterstützt Bürgernähe – online viele Stimmen und Kommentare für den Neubau gesammelt

Auf der Website „Kölner Bürgerhaushalt 2010 - Deine Stadt - Dein Geld” der Stadt Köln konnten Ende 2009 Vorschläge über die Haushaltsausgaben 2010 der Stadt Köln gemacht werden, u.a. zum Thema Bildung. Das war für die Michaeli Schule eine Chance, möglichst viele Unterstützerstimmen zu sammeln. Der Vorschlag den Neubau der Michalei Schule betreffend liegt in der Bestenliste auf Platz 9 – die Stadt will sich die 100 Bestplatzierten näher anschauen und prüfen lassen.

Hier geht's zum Ergebnis: https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de.

Eilmeldung 18.12.2009 - keine Entscheidung!

Der Rat der Stadt Köln hat in ihrer Ratssitzung vom 17.12.2009 nicht über die Vorlage zum Erbbaurechtsvertrag mit der Michaeli Schule Köln beraten.

Wann die Entscheidung über das Erbbaurecht wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird, ist unklar.

Entscheidung am 17.12.2009

Die Entscheidung zum Erbpachtvertrag wird in der Ratssitzung vom 17. Dezember erwartet. 

Situation am 10. September: Keine Entscheidung

Die Entscheidung musste und ist von der Tagesordnung der Ratssitzung genommen worden, weil eine Mehrheit nicht sicher war.

Die nächste Sitzung ist Ende Oktober.

Stellungnahme der Michaeli Schule als PDF

Link zum Kommentar im Kölner Stadt-Anzeiger online vom 12.09.2009, s. 2. Absatz

Situation vor der Ratssitzung

Wie es aussieht, wurde seitens der Verwaltung doch eine Vorlage mit 4 % Erbpachtzins eingereicht.

Die SPD-Fraktion hat am 09.09. entschieden, dieser Vorlage folgen zu wollen. Damit wäre unser Anliegen gescheitert.

Es wird hoffentlich jedoch nun seitens der Grünen der mündliche Antrag gestellt, dass dennoch 2 % zur Verhandlung kommen sollen.

Ein Ende der Ratssitzung wird nicht vor 23 Uhr erwartet.

KOMMT ZUR MENSCHENKETTE!

Situation am 08. September

Eine Vorlage mit dem Vorschlag, 2 % Erbpachtzins zu erheben, hat die Ausschüsse Liegenschaften und Gebäudewirtschaft kommentarlos passiert und liegt jetzt dem Rat der Stadt zur Entscheidung in der Ratssitzung am 10. September vor. Der Punkt steht recht weit hinten in der Tagesordnung und wird im nichtöffentlichen Teil der Sitzung verhandelt werden.

Alle Ratsmitglieder sowie wichtige Personen in den Ausschüssen und Ämtern wurden auf ihren Wunsch hin umfassend über Finanzierungspläne des Trägervereins Integrative Waldorfpädagogik Köln e.V. und bisherige Stellungnahmen von Banken informiert. In persönlichen Gesprächen mit zahlreichen Ratsmitgliedern und Lokalpolitikern konnte die Lage der Schule deutlich gemacht werden.

Wir erwarten optimistisch das Ergebnis der Ratssitzung.

Situation am 28.08.2009: Auf der Zielgeraden!

Die Schule erreicht eine Nachricht von Jörg Frank, Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses und Fraktionsgeschäftsführer Bündnis 90 / Die Grünen im Kölner Rat:

Im gestrigen Liegenschaftsausschuss haben sich nicht nur die GRÜNEN sondern nun auch SPD und FDP klar positioniert, die notwendigen Beschlüsse für eine Erbbaurechtsvertrag über das Grundstück am Volksgarten in der Ratssitzung am 10. September treffen zu wollen.

Dem Rat obliegt am 10. September die definitive Entscheidung – nämlich einen Erbpachtvertrag zugunsten der Schule über das Grundstück zu den Konditionen, die es dem Trägerverein laut eigener Aussage ermöglicht, den Bau zu realisieren.

Zu diesem Zweck wird das Grundstück von der Gebäudewirtschaft an das Liegenschaftsvermögen der Stadt übertragen. Sofern ein öffentliches Interesse vorhanden ist, können bei Grundstücken des allgemeinen Liegenschaftsvermögens Subventionen für Nutzer erfolgen. Das öffentliche Interesse am Schulangebot des Vereins "Integrative Waldorfpädagogik Köln" ist bekanntlich unbestritten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen engagierten Politikern in Köln, die sich – zum Teil bereits seit Jahren – für das Anliegen der integrativen Michaeli Schule einsetzen und nun den Weg geebnet haben für den Neubau und somit den Fortbestand unserer Schule!

 

Situation am 26.08.2009 - hohe Medienresonanz und positive Reaktionen aus der Politik!

Die Demo vom 25.08. zeigt bereits große Resonanz in den Medien (Print, Fernsehen, Rundfunk, online).

Unsere Aktionen und zahlreiche Bemühungen von Mitgliedern unserer Schule, die persönliche Kontakte oder Begegnungen im Rahmen des Wahlkampfs dazu genutzt haben, Politiker aller Parteien anzusprechen, zeigen ebenfalls große Erfolge:

Die Grünen haben sich zusammen mit der SPD darauf verständigt, im Sinne einer Erbpachtabsenkung (analog Waldorfschule im Kölner Norden),  das Grundstück auf das Amt für Liegenschaften zu übertragen. Innerhalb der Grünen seien die 2 % Erbpachtzins Konsenz.

Die FDP in Köln unterstützt nach eigenen Worten den Neubau der Michaeli Schule auf dem Gelände am Vorgebirgswall.Sie unterstützt auch die Vereinbarung eines Erbpachzinssatzes von 2 %. Ihr ist bekannt, dass ein solcher Zinssatz bei  ähnlichen Bauprojekten inbesondere im Bereich des Sports und für Bildungseinrichtungen in der Vergangenheit mehrfach vereinbart wurde.

Aktionen und Demos ab Dienstag, 25.08.2009

Unter dem Motto "Wir kämpfen für den Erhalt unserer Schule" sind am Dienstag, dem 25. August 2009, SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern der Michaeli Schule Köln auf die Straße gegangen und vor das Rathaus gezogen.

Trotz des Regengusses wurde um 10 Uhr an der Schule in der Loreleystraße gestartet. Um 11 Uhr war man am Rathaus, wo der Kölner Stadt-Anzeiger, die Kölnische Rundschau und die WDR Lokalzeit zur Berichterstattung eintraf.

Weitere Aktionen fanden statt am 26. und 27. August – eine Zirkusaufführung und der Auftritt des Schulchors. Am 1. September versammelte man sich abends zu einer Demonstration der Stille vor dem Rathaus.

Schüler singen für die neue Schule

Erster Termin: Mittwoch, 19.11.2008, 10.45 Uhr, Rathausplatz/Spanischer Bau

Am Mittwoch, dem 19.11., 10.45 Uhr, singt der Mittelstufenchor der Michaeli Schule auf dem Rathausplatz vor dem Spanischen Bau für eine neue Schule. Die Schüler der Klassen 5 bis 7 singen aus ihrem umfangreichen Repertoire und wollen mit dieser „Schulstunde im Freien“ auf die beengte Situation in den jetzigen Schulräumen aufmerksam machen.

Die Michaeli Schule ist eine Freie Waldorfschule mit offener Ganztagsgrundschule und eine von drei weiterführenden integrativen Schulen in Köln. Die Schule umfasst zurzeit neun Klassen, und jedes Jahr kommt eine neue erste Klasse hinzu. Die Michaeli Schule teilt sich das  Schulgebäude in der Loreleystr. 3-5  mit einer Städtischen Grundschule und einem Zweig der Berufschule. Der Unterricht findet schon jetzt zum Teil auf Fluren und in Kellerräumen statt, jeder Klassenraum ist mehrfach belegt.

Mit dieser und weiteren geplanten öffentlichen Aktionen werden die Schüler jetzt für ihren neuen Schulbau aktiv. Die neue Schule ist schon seit Jahren geplant. Per Ratsbeschluss wurde die Stadt Köln im Sommer 2006 angewiesen, das zurzeit ungenutzte Gelände Am Vorgebirgswall 4-8/Volksgarten als Schulstandort für die Michaeli Schule zu entwickeln. Der ebenfalls geforderte Architektenwettbewerb wurde im Winter 2006 durch die Schule durchgeführt, als Sieger ging das Büro Prof. Lederer + Ragnarsdóttir + Oei aus Stuttgart hervor.

Seitdem ziehen sich die Verhandlungen mit dem Kölner Amt für Gebäudewirtschaft in die Länge. Die völlig überhöhten Erbpachtforderungen konnten jetzt durch das Ergebnis des von Schule und Amt gemeinsam angerufenen Gutachterausschuss des Landes NRW zwar fürs Erste halbiert werden. Dem neuen Schulgebäude ist man so jedoch nur einen kleinen Schritt näher gekommen, da noch zahlreiche Vorvertragsverhandlungen anstehen.

Die Schüler, Lehrer und Eltern der Freien Waldorfschule in der Südstadt streben jetzt an, das Verfahren mit Hilfe verschiedener öffentlicher Aktionen zu beschleunigen. Den Beginn machte die Teilnahme von Schülern der achten und neunten Klasse am bundsweiten Schulstreik am vergangenen Mittwoch (12.11.) auf dem Rathausplatz. Die Schüler der Michaeli Schule erregten dort durch ihre eindrucksvollen Plakate und ihre Sambamusik bereits besondere Aufmerksamkeit.

 

1. Dezember 2006: Der Sieger im Architektenwettbewerb steht fest

Der Architektenwettbewerb um den Entwurf für den Schulneubau im Volksgarten ist abgeschlossen. Am Freitag, den 1.12.2006 traf sich die Jury in den Räumen der Michaeli Schule, um aus den vorgestellten Konzepten den Gewinner des Wettbewerbs zu bestimmen.

Die Entscheidung fiel der 13köpfigen Jury, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und der politischen Parteien sowie Fachleuten und Schulvertretern, nicht leicht. Doch schließlich wurde der Entwurf des Büros Prof. Lederer + Ragnarsdóttir + Oei aus Stuttgart (www.archlro.de) einstimmig gewählt.

Die neue Schule besteht aus zwei eigenständigen Baukörpern. Die Mitte zwischen den Baukörpern bildet den Freiraum für Schulhof und Schulgarten. In dem zum Park hin orientierten Gebäude (im Bild rechts) befinden sich sämtliche Unterrichtsräume. Dieses Gebäude besteht aus einer Massivkonstruktion aus Steinen und Beton mit einer hölzernen Außenverkleidung. In dem zur Eifelstraße hin orientierten Gebäude befinden sich halböffentliche Räume wie Hausmeister/Therapie/Aula/ Sporthalle. Die Fassade dieses Gebäudes besteht aus alten Ziegeln.

Eine klare, ruhige Architektur mit schöner Raumbildung, sowohl für das Umfeld wie das Haus selbst.

Linktipp:
Eine Dokumentation aller Wettbewerbsbeiträge präsentiert das Haus der Architektur Köln unter folgendem Link: www.hda-koeln.de/wbw-michaelischule.html